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Definition bzw. Erklärung: Zellulärer Automat

[auch: zellularer Automat]

Bei dem EDV Begriff zellulärer bzw. zellularer Automat handelt es sich um einen aus einer Vielzahl gleichartiger Zellen bestehenden Automat. Man unterscheidet zelluläre Automaten nach ihrer Dimension. 1-dimensionale sind linear, 2-dimensionale besitzen eine Fläche und 3-dimensionale zelluläre Automaten besitzen ein räumliches Gitter. Diese Anordnung der einzelnen Automaten bzw. Zellen bezeichnet man als sogenannten Zellraum. Zelluläre bzw. zellulare Automaten dienen im wesentlichen dazu komplexe Systeme wie zum Beispiel komplexe Muster oder komplexe Strukturen durch die Selbstorganisation von kleinen untergeordneten Teilsysteme zu Untersuchen. So gehorchen alle identischen Zellen bzw. Automaten im zellulären Automat den gleichen Regeln und besitzen nur eine meist kleine vordefinierte Anzahl an sogenannten Zellzuständen. Bei einfachen Systemen sind das in der Regel zwei Zellzustände 1 und 0. Diese kleine Variation an Zellzustände reicht im allgemeinen aus um sehr komplexe Simulationen zu generieren, da jede Zellzustandsänderung in diskreten Zeitintervallen, sich auf die Nachbarzelle auswirkt und diese durch eine bestimmte sogenannte Zustandsübergangsregel beeinflusst. In den 40er Jahren wurden die ersten Theorien über zelluläre bzw. zellulare Automaten von den beiden Mathematikern John von Neumann und Stanislaw Ulam aufgestellt, mit dem Hintergrund das hinter allem Leben einfache logische Regeln stehen.

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