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Definition bzw. Erklärung: VESA Localbus

[Abkürzung: VL-Bus]

Bei dem EDV Begriff VESA Localbus handelt es sich um ein von der amerikanischen Organisation VESA im Jahr 1993 vorgestellter Datenbus. Dieser Datenbus arbeitete nicht mit der niedrigen Taktfrequenz wie es zum Beispiel der AT-Bus bzw. der Microchannel oder der EISA-Bus bis dato taten, sondern mit der gleichen Geschwindigkeit wie der Prozessor. Üblicherweise enthielt das Motherboard, Mainboard bzw. die Systemplatine 2 oder mehr VESA Localbus Steckplätze, in denen ein Grafikbeschleuniger bzw. eine schnelle Grafikkarte eingebaut werden konnte.

Nachdem die verschiedenen Hersteller jeweils eigene Lösungen vorgestellt haben, die untereinander nicht kompatibel waren, einigten man sich auf einen gemeinsamen Standard, den VESA Localbus. Dieser Bus arbeitet mit einer Busbreite von 32 Bit und die Steckkarten können mit einer Taktfrequenz bis zu 40 MHz betrieben werden. Komponenten die direkt auf dem Motherboard, Mainboard bzw. auf der Systemplatine angebracht waren konnten mit einer Taktfrequenz bis 66 MHz getaktet werden. Der VESA Localbus unterstützt Bus-Mastering und erlaubt bis zu 3 Peripheriegeräte anzuschließen. Im Jahr 1994 wurde der mit dem VESA Localbus konkurrierende PCI-Bus von Intel vorgestellt, der im Verlauf der letzten Jahre den VESA Localbus komplett vom Markt verdrängt hat.

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