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Definition bzw. Erklärung: RISC-Prozessor

[Abkürzung für Reduced Instruction Set Computer; wörtlich: Computer mit verringerten Befehlssatz; gegenstück: CISC.Prozessor]

Bei dem EDV Begriff RISC-Prozessor handelt es sich um einen sehr leistungsfähigen Prozessor, der im Vergleich zu einem CISC-Prozessor einen deutlich verringerten Befehlssatz aufweist. Der Befehlssatz besitzt in der Regel weniger als 128 Befehle, der CISC im Gegensatz dazu mehr als 300 Befehle. Etwa 80% aller Berechnungen einer typischen Anwendung werden mit nur 20% der im Prozessor vorhandenen Befehle ausgeführt. Diese Tatsache führte zur Entwicklung der ersten RISC-Prozessoren, die auf einer einfachen Grundidee basieren: Die wichtigsten Befehlsfolgen werden fest auf dem Prozessor verdrahtet und können nun mit einem einzigen Aufruf ausgeführt werden. Komplexe Operationen dagegen müssen aus einzelne einfachen Anweisungen zusammengesetzt werden. Neben der Reduzierung des Befehlssatzes führt auch das sogenannte Befehls-Pipelining zu einer Beschleunigung. Unter diesem Befehls-Pipelining versteht man das parallele ausführen von bestimmten Befehlen. Neuere CISC-Prozessoren weisen inzwischen ebenfalls RISC-Elemente auf.
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