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Definition bzw. Erklärung: RAM-Disk

[die; auch: virtuelles Laufwerk, virtuelle Platte]

Bei dem EDV Begriff RAM-Disk handelt es sich um ein Laufwerk, das im Arbeitsspeicher eingerichtet wird. Alle Laufwerkelemente werden durch eine Software simuliert, so dass man eine RAM-Disk genauso handhaben kann, wie ein reales Laufwerk. Die RAM-Disk hat gegenüber einem physikalischen Laufwerk den entscheidenden Vorteil, dass Zugriffe darauf erheblich schneller sind als zum Beispiel auf eine Festplatte. Zugriffe auf eine RAM-Disk bewegen sich im Nanosekunden Bereich. Der wesentliche Nachteil ist jedoch, das beim Ausschalten des Computers, der Inhalt des virtuellen Laufwerks verloren geht. Aus diesem Grunde sollte man vorher die wichtigen Daten auf ein magnetisches Laufwerk wie zum Beispiel die Festplatte sichern. Bei dem Betriebssystem DOS kann man in der Regel mit dem Gerätetreiber RAMDRIVE.SYS eine RAM-DISK einrichten, bei dem Betriebssystem OS/2 wird dies mit dem Gerätetreiber VDISK.SYS realisiert. Die Weiterentwicklung der virtuellen Platte ist der sogenannte Disk-Cache. Dieser vereint die Vorteile einer RAM-Disk (schneller zugriff) und einem magnetischen Laufwerk (dauerhafte Sicherung). Der Disk-Cache hat aus diesem Grunde mittlerweile die RAM-Disk komplett abgelöst.

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