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Definition bzw. Erklärung: Objektorientierte Programmierung

[Abkürzung: OOP; Gegenstück: Imperative Programmierung]

Bei dem EDV Begriff Objektorientierte Programmierung handelt es sich um eine moderne Programmiertechnik, die der natürlichen Denkweise weitaus näher kommt als die konventionelle imperative Programmierung. Bei der objektorientierten Programmierung auch OOP werden Daten und Prozeduren als gemeinsame Objekte behandelt. Diese Art der Zusammenfassung der Objekte bezeichnet man als Kapselung. Bei der objektorientierten Programmierung sind die programmtechnischen Abläufe, die Zugriffe auf Ressourcen und die Reservierung des Speichers sekundär. Bei der OOP ist der Objektinhalt nach der Definition unsichtbar, nach außen sind nur die Methoden sichtbar. Die im Objekt verankerten Methoden und Funktionen werden als Methoden bezeichnet. Eine grundlegende Technik der OOP ist die Technik der Vererbung. Dadurch lassen sich neue Objekte generieren, welche die gleichen Eigenschaften wie Quellobjekte besitzen aus denen sie hervorgegangen sind. Alle Objekte die über die gleichen Methoden verfügen, werden mit dem Oberbegriff Klasse bezeichnet. Die objektorientierte Programmierung wurde in den 70er Jahren im Forschungsinstitut Xerox PARC entwickelt und im Jahr 1981 wurde die erste objektorientierte Programmiersprache mit dem Namen Smalltalk eingeführt. Man unterscheidet reine objektorientierte Sprachen wie Smalltalk, Oberon, Eiffel und sogenannte Hybridsprachen wie C++ und neuere Versionen von Pascal.

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