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Definition bzw. Erklärung: Magnetkernspeicher
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[englisch: Magnetic Core Memory; auch: Ferritkernspeicher, Kernspeicher, Ringkernspeicher]
Bei dem EDV Begriff Magnetkernspeicher, Ferritkernspeicher, Kernspeicher oder auch
Ringkernspeicher handelt es sich um einen in den 50er bis 60er Jahren eingesetzten
Arbeitsspeicher. Der Magnetkernspeicher ist ein Direktzugriffspeicher.
Der Ferritkernspeicher, Kernspeicher oder Ringkernspeicher besteht in der Regel
aus einem Gitternetz, das sich aus einzelnen horizontalen und vertikalen Drähten zusammensetzt.
An den einzelnen Schnittpunkten sind Ferritkernringe kurz FKR aufgefädelt.
Ein Ferritkernring kann jeweils durch zwei Drähte, die den Schnittpunkt bilden, eindeutig adressiert werden.
Man unterscheidet dabei die horizontal laufenden Drähte (X-Drähte) und die vertikal laufenden Drähte (Y-Drähte).
Der Magnetkernspeicher basiert auf dem physikalischen Prinzip, dass ein auf einem Draht
aufgezogenen Ferritkernring beim Durchfließen von Strom magnetisiert wird. Je nach Stromrichtung
entsteht eine Magnetisierung im Uhrzeigersinn oder entgegen dem Uhrzeigersinn. Eine der beiden
Magnetisierungsrichtungen steht für binär 0 und die andere Magnetisierungsrichtung für binär 1.
Zum Auslesen der gespeicherten Informationen ist ein weiter Draht notwendig, der sogenannte Lesedraht.
Da durch das Lesen die gespeicherte Information gelöscht wird, muss diese unmittelbar nach dem Lesen
zugeschrieben werden. Solche Lesevorgänge bezeichnet man als destruktives Lesen. Die Zugriffszeit
solche Magnetkernspeicher liegt im Mikrosekundenbereich.
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