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Definition bzw. Erklärung: Lochkarte

[englisch: Punched Card]

Bei dem EDV Begriff Lochkarte handelt es sich um ein bei den ersten Computern eingesetztes Speichermedium aus Karton, in das die gespeicherten Bits in Form von Löchern eingestanzt wurden. Diese Lochkarten fanden vor allem in Tabelliermaschinen ihre Verwendung. Die ersten Lochkarten wurden allerdings nicht in Tabelliermaschinen sondern in Webmaschinen im Jahr 1887 von Joseph-Marie-Jacquard eingesetzt. Die am häufigsten eingesetzten Lochkarten waren die sogenannten Maschinenlochkarten und hatten eine Größe von 187,5 mm x 82,5 mm und besaßen 12 Reihen mit jeweils 80 Lochpositionen. Die Reihen 0 bis 9 wurden als Normallochzone oder Ziffernzone bezeichnet und die Reihen 11 und 12 wurden als Überlochzone oder Ziffernbereich bezeichnet. Mit dem aufkommen von Magnetbändern und den darauffolgenden Magnetplatte aus denen sich die Festplatten entwickelten, verloren die Lochkarten zunehmend an Bedeutung. Lochkarten werden heute gar nicht mehr verwendet.

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