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Definition bzw. Erklärung: LCD

[Abkürzung für Liquid Crystal Display; deutsch: Flüssigkristallanzeige]

Bei der EDV Abkürzung LCD handelt es sich um aus stäbchenförmigen Teilchen bestehende Flüssigkristalle die eine besondere kristalline Eigenschaft besitzen. In der Regel verfügen nur feste Körper über solche Eigenschaften. So werden Wärme, Licht und Strom bei den meisten festen Kristallen abhängig von der Richtung beeinflußt, in der sie wirken. Dieses Verhalten solcher fester Kristalle bezeichnet man als Anisotropie. Dieses Verhalten erklärt sich anhand des molekularen Aufbaus von festen Körpern. Bei Flüssigkeiten existiert keine feste Anordnung der Moleküle, sodass es keinen Unterschied macht aus welchen Winkel das Licht eintrifft. Es wird immer gleichviel Licht absorbiert, dieses Verhalten bezeichnet man als Isotropie. Als in den 80er Jahren F. Reinitzer und O. Lehmann anisotropische Eigenschaften bei Flüssigkeiten entdeckten, prägten sie daraufhin den Terminus Flüssigkristalle. Man unterscheidet 3 Phasen, nematische-, smektische- und cholesterinische Phase. Für LCD ist nur die nematische Phase von Bedeutung, bei dieser zeigen alle Stäbchen in dieselbe, in der Regel senkrechte Richtung. Unterschieden werden zudem Twisted-Nematic (TN), Super-Twisted-Nematic (STN), Blue-Mode-STN, Double-Super-Twisted-Nematic (DSTN), Triple-Super-Twisted-Nematic (TSTN), Passive Matrix, Aktive Matrix (AMLCD). und Farb-LCD.

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