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Definition bzw. Erklärung: Datenhandschuh

[englisch: data glove, power glove, vpl, cyberglove; ähnlich: Datenanzug, Datenhelm]

Bei dem EDV Begriff Datenhandschuh handelt es sich um ein VR-Eingabegerät (VR = Abkürzung für Virtual Reality), das bei Anwendungen im Bereich Cyberspace und der virtuellen Realität eingesetzt wird. Der Datenhandschuh dient zur Orientierung und Navigation im virtuellen Raum. Über Sensoren die sich im Datenhandschuh befinden werden die einzelnen Hand und Finger-Bewegungen bzw. Gesten interpretiert und umgesetzt. Das Interpretieren und Umsetzen der vom Anwender erzeugten Bewegungsmuster durch Hand und Finger übernimmt der am Datenhandschuh angeschlossene Computer. Die Ausgabe der Virtuellen Realität bzw. des Cyberspace erfolgt auf einer Datenmaske, Datenbrille, Datenhelm (englisch: Head-Mounted Display) oder einem sogenannten VR-Helm, den der Anwender auf dem Kopf trägt. Datenmaske, Datenhelm und VR-Helm übertragen ebenfalls über Sensoren die Kopfbewegungen des Anwenders an den Computer, der daraus die aktuelle Blickrichtung ermittelt. Neuere Datenhandschuhe verfügen über Sensoren, sowie Aktoren die das taktile Feedback (Rückführung der ermittelten Kontaktkräfte) und das force Feedback (Kraftrückkopplung) ermöglichen.

Ein Datenhandschuh wird vor allem bei der Navigation in virtuellen Realitäten und virtuellen Räumen, sowie bei der Simulation von Bewegungsabläufen der menschlichen Hand (Kinematik) eingesetzt. Weitere Einsatzgebiete sind Tele-Robotik und Echtzeit-Animation. Datenhandschuhe sind als verkabelte und als drahtlose (englisch: wireless) Versionen erhältlich, wobei die drahtlosen Datenhandschuhe die Bluetooth-Technologie als Datenübertragungsmedium nutzen.

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