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Definition bzw. Erklärung: Dateisystem

[englisch: file system; auch: Dateiverwaltungssystem; ähnlich: verteiltes, installierbares Dateisystem]

Bei dem EDV Begriff Dateisystem oder Dateiverwaltungssystem handelt es sich um einen wesentlichen Bestandteil eines Betriebssystems. Das Dateisystem bzw. Dateiverwaltungssystem bestimmt in welcher Form Dateien auf dem Datenträger gespeichert, verwaltet und verarbeitet werden. Zur Verwaltung, Speicherung und Verarbeitung definiert das Dateisystem anhand von Richtlinien bzw. Konventionen die Länge von Dateinamen (Dateibezeichnung + Dateikennung), Größe der Cluster und Partition, Zugriffsrechte, Sicherheitseinstellungen, Attribute sowie die Organisationsform der Datenträger und die Organisation von Speicherzugriffen.

Die wichtigsten Dateiverwaltungssysteme sind FAT (Abkürzung für File Allocation Table; deutsch: Dateizuordnungstabelle, Dateibelegungstabelle), FAT12, FAT16, FAT32, VFAT, NTFS (Abkürzung für New Technology File System; wörtlich: Neue Dateisystem-Technologie), HPFS, HFS (Abkürzung für Hierarchical File System; wörtlich: hierarchisches Dateisystem), HFS+, ext2fs und CDFS. Man unterscheidet 2 Arten von Dateisystemen zum einen Dateisysteme die auf dem Datenträger durch Formatierung bzw. Konvertierung aufgebracht wurden und zum anderen Dateisysteme, die durch einen Gerätetreiber beim Systemstart geladen werden müssen. Letztere bezeichnet man als installierbare Dateisysteme (englisch: installable file system, Abkürzung: IFS), zu denen zum Beispiel die Dateisysteme FAT32, CDFS, NTFS und HPFS gehören. Ein Rechnersystem das auf einem physikalischen Laufwerk (z.B. Festplatte) mit mehrere Partitionen und verschiedenen Dateisystemen zugreift, bezeichnet man als sogenanntes Multiboot-System.

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