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Definition bzw. Erklärung: Bildschirmkarte

[auch; Bildschirmadapter, Grafikkarte, Grafikadapter, Videoadapter]

Bei dem EDV Begriff Bildschirmkarte bzw. Grafikkarte handelt es sich um eine Steckkarte bzw. Erweiterungskarte. Die Grafikkarte bzw. Bildschirmkarte bereitet die vom Computer verarbeiteten Textinformationen und Grafikinformationen auf, so dass diese aufbereiteten Daten als analoge oder digitale Signale auf dem Monitor bzw. Bildschirm ausgegeben werden können. Während ältere Bildschirmkarten im ISA-Slot und PCI-Steckplatz eingesetzt wurden, werden heutige Grafikkarten ausschließlich im wesentlich schnelleren AGP-Steckplatz eingesetzt. Die maximale zu fahrende Auflösung und Anzahl der gleichzeitig darstellbaren Farben pro Bildpunkt (Farbtiefe) hängt im wesentlichen von der verwendeten Grafikkarte bzw. Bildschirmkarte ab.

Die wesentlichen Bauteile einer Grafikkarte bzw. Bildschirmkarte sind der Grafik-Chip bzw. Grafikprozessor, Grafikspeicher (DDR-RAM, DDR2-RAM) und der sogenannte RAMDAC. Es werden 2D-Grafikkarten und 3D-Grafikkarten je nach Anwendungsbereich unterschieden. 3D-Grafikkarten werden unter anderem auch als 3D-Beschleuniger (englisch: accelerator card) bezeichnet, da sie den Hauptprozessor des Computers im Bereich der Bild- bzw. Grafikerzeugung wesentlich entlasten und dadurch die 3dimensionale räumliche Darstellung beschleunigen.

Die Größe des Grafikspeichers entscheidet über die mögliche Auflösung und Farbtiefe, bei einer Auflösung von 1024x768 Bildpunkten und einer Farbtiefe von 32 Bit, benötigt die Grafikkarte bzw. Bildschirmkarte einen Grafikspeicher von mindestens 1024 * 768 Pixel = 786432 Pixel * 32 Bit = 25165824 Bit = 3 MB (MegaByte, MByte).

Neuere Motherboards bzw. Mainboards besitzen sogenannte On-board-Grafikkarten, die jedoch nicht mit Grafikbeschleunigern verwechselt werden sollten, da ihre Leistungsfähigkeit bei weitem unter der einer 3D-Grafikkarte liegen. Ein weiterer wichtiger Bauteil der Grafikkarte bzw. Bildschirmkarte dem immer weniger Bedeutung zu Teil wird, ist der sogenannte RAMDAC (Abkürzung für Random Access Memory Digital to Analog Converter, RAM-DAC). Dieser Speicherbaustein dient der Umwandlung der digitalen Informationen in analoge Farbwert-Informationen, die die Röhrenmonitore benötigen. LCD-Monitore benötigen diese analogen Farbwert-Informationen nicht, sondern arbeiten mit digitalen Signalen.

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