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Definition bzw. Erklärung: BCD

[Abkürzung für Binary Coded Decimal; wörtlich: binär codierter Dezimalwert; auch: BCD-Code]

Bei der EDV Abkürzung BCD handelt es sich um ein Verfahren zur binären Kodierung von Dezimalzahlen. Das BCD-Kodierungsverfahren ist durch DIN 44 300 genormt und dient der Kodierung von Dezimalstellen in Form von vierstelligen Binärzahlen. Dabei stellen diese 4 Bit, auch Tetrade oder Nibble genannt, eine Dezimalzahl dar. Durch die 4 Bit können 2^4 = 16 Zustände, also 16 verschiedene Dezimalziffern kodiert werden. Der BCD-Code nutzt jedoch nur 10, die Ziffern 0 bis 9. Abgesehen von der Schwäche des BCD-Code das Speicherplatz unnötig verschwendet wird, besitzt er einen wesentlichen Vorteil gegenüber anderen Kodierungsverfahren. Der dezimale Charakter von numerischen Werten bzw. Dezimalziffern bleibt bei der Aneinanderreihung von Tetraden bzw. Nibbles erhalten, wodurch Rundungsfehler und Konvertierungsfehler größtenteils ausgeschlossen werden können. Weitere Verfahren zur Codierung von Dezimalzahlen sind der Aiken-Code oder der Exzeß-3-Code. Die erweiterte Form des BCD, mit der auch Buchstaben codiert werden können, ist der sogenannte EBCDIC (Abkürzung für Extended Binary Coded Decimal Interexchange Code; wörtlich: erweiterter binär kodierter dezimaler Datenaustausch-Code).

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